Babette Haag im Interview

Heute Abend spielt das Percussion Ensemble Babette Haag in der Ludwigsburger Karlskaserne. Im Interview erklärt die Perkussionistin, was die Zuschauer erwartet:

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Rising Stars: Aikaterini Papadopoulou – Nuria Rial – Raquel Andueza

Junge Interpreten bereichern die Konzertlandschaft. Mit ihren ganz eigenen Ansätzen füllen sie auch altbekannte Werke der Klassischen Musik wieder mit neuem Leben. Bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen sind auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Nachwuchsmusiker zu entdecken. In unserer Reihe »Rising Stars« stellen wir die musikalischen Newcomer vor.

Die drei Sängerinnen, die wir heute porträtieren, gestalten das Projekt »Mediterraneo« mit. Das Ensemble L’Arpeggiata versammelt dafür Musiker rund ums Mittelmeer, die ihre jeweiligen musikalischen Traditionen miteinander verknüpften. So ist eine spannende Mischung entstanden, die nicht die Unterschiede, sondern vielmehr die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Volksmusiken offenbart. Einen wesentlichen Anteil daran haben die jungen Sängerinnen.

 

Aikaterini Papadopoulou (Griechenland)

Aikaterini Papadopoulou

Aikaterini Papadopoulou

Das Adjektiv »funky« kommt bei der Beschreibung einer klassischen Gesangsstimme eher selten vor – bei Aikaterini Papadopoulou allerdings schon. Anlass für das ungewöhnliche Lob der Zeitung »Neues Deutschland« ist der Anteil der griechischen Sängerin am Projekt »Mediterraneo« des Ensembles L’Arpeggiata. Dessen Leiterin Christina Pluhar hatte Aikaterini Papadopoulou mit ins Boot geholt. Während sie in ihrer griechischen Heimat bereits lange zu den bekanntesten Sängerinnen byzantinischer Volksmusik zählt, ist sie in unseren Breiten noch relativ unbekannt. Mit »Mediterraneo« wird sich das ändern. Das beweist allein schon die eindeutige Resonanz auf Papadopoulous musikalische Interpretation: Ihr erdiges, typisch »griechisches« Timbre wird ebenso gelobt wie ihre Fähigkeit, im Duett mit ihren Partnern musikalisch zu verschmelzen. Mit ihrer langen Erfahrung schafft sie es, zu »Mediterraneo« eine ausdrucksstarke griechische Facette beizusteuern. Die Athenerin besuchte bereits als Kind Kurse zur traditionellen Musik ihrer Heimat. Ihre Studien der byzantinischen Musik schloss sie im Jahr 2000 mit Diplom  ab. Seit ihrer Kindheit trat sie zudem in zahlreichen Theateraufführungen und im staatlichen Fernsehen auf. Sie arbeitete dabei mit Domna Samiou, Pantelis Thalassinos und anderen Volksmusik-Größen ihrer Heimat zusammen. Außerdem recherchierte sie vor einigen Jahren unbekannte Lieder aus Meli, die sie in einem Album präsentierte. Und als ob das noch nicht genug wäre: Die Sängerin arbeitet zudem als Dozentin am Athener Konservatorium. Wer bei Volksmusik an verstaubte Traditionen denkt, liegt bei Aikaterini Papadopoulou falsch. »Funky« ist wohl die passendere Beschreibung.

Nuria Rial (Katalonien)

Nuria Rial © Merce Rial

Nuria Rial © Merce Rial

»Ich bin sehr puristisch: Ich mag es, wenn man die Augen zu macht und nur Musik hat«. Die große Bühnenshow ist der jungen katalanischen Sopranistin Nuria Rial offenbar fremd. Gefühle will sie zuallererst über ihre Stimme erwecken. Und das schafft sie nicht nur mit dem Herzstück ihres Repertoires, der Barockmusik. Auch Querverbindungen zum Jazz und zur zeitgenössischen Musik gehören zu ihrem Repertoire. Ihre musikalische Ausbildung erhält Nuria Rial in Katalonien. Dort studiert sie Klavier und Gesang, bevor sie ihre Studien an der Musikakademie in Basel bei Kurt Widmer fortsetzt. Während dieser Zeit gewinnt sie verschiedene Auszeichnungen, unter anderem von der Stiftung Helvetia Patria Jeunesse und von der europäischen Kulturstiftung Pro Europa. Als Solistin tritt sie mit renommierten Ensembles und Orchestern wie dem Kammerorchester Basel, Concerto Köln, dem Orquesta Barroca de Sevilla und dem Züricher Kammerorchestra in vielen Ländern Europas auf und konzertiert bei Festivals in Bolivien, Mexiko, Kuba und Israel. Außerdem singt sie in den führenden Opernhäusern Europas. Zahlreiche CD-Erscheinungen bescheinigen ihre vielseitige Gesangskarriere. Als »Stargast« bezeichnet sie gar »Die Welt« anlässlich der Veröffentlichung der Einspielung von Pasquale Anfossis »La finta giardiniera«. Ihre mittlerweile zahlreichen Aufnahmen zeichnen das deutliche Porträt einer Sängerin von großer Musikalität, die es schafft, gleichzeitig flexibel, leicht und natürlich zu singen, ohne eine Spur von Anstrengung zu offenbaren. Diese Mischung macht’s – auch bei »Mediterraneo«.

Raquel Andueza (Spanien)

Raquel Andueza © Michal Novak

Raquel Andueza © Michal Novak

Auch Raquel Anduezas Anteil am Projekt »Mediterraneo« sorgt für Aufsehen. Die Südwest-Presse sieht in ihr eine hervorragende Sängerin und selbst Star-Sänger Philippe Jaroussky lobt die junge Kollegin, mit der er auf der Bühne viel Spaß beim gemeinsamen Singen gehabt habe. Die im spanischen Pamplona geborene Sopranistin Raquel Andueza begann ihre musikalische Ausbildung im Alter von sechs Jahren. Ein Stipendium der Regierung von Navarre und der Town Hall of London ermöglichte ihr ein Studium an der Guildhall School of Music and Drama in London. Die Sängerin arbeitet regelmäßig mit Ensembles wie L’Arpeggiata, Gli Incogniti, La Tempestad, Orquesta Barroca de Sevilla und Hippocampus. 2003 wurde sie Mitglied des Vokalquartetts La Colombina. Im Duo mit Jesús Fernández Baena (Theorbe) begann sie sich auf die italienische Musik des 17. Jahrhunderts zu spezialisieren und gründete 2010 ihr eigenes Ensemble La Galanía. Als Solistin ist sie auf zahlreichen europäischen Festivals zu Gast und arbeitete mit Dirigenten wie William Christie, Fabio Biondi, Emilio Moreno und Ottavio Dantone. 2012 debütierte sie in der Carnegie Hall in New York. Regelmäßig gibt sie Gesangsunterricht am Teatro Real de Madrid und an den Universitäten von Burgos und Alcalá de Henares. Bei uns ist sie mit »Mediterraneo« zum dritten Mal zu Gast. Nicht ohne Grund: Während sich ihr leidenschaftlich interpretiertes »Besame Mucho« im Rahmen des Konzerts »Los Pajaros Perdidos« als eines der Highlights des Programms 2012 herausstellte, überzeugte sie bei »Combattimento« 2011 mit anrührenden Liebesklagen. So oder so: Raquel Andueza sorgt bei jedem Auftritt für Furore.

Freuen Sie sich auf drei hervorragende Sängerinnen, die es zu entdecken lohnt! Hier gibt es schoon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf »Mediterraneo«:

Quellen und Informationen:

http://www.swp.de/bietigheim/lokales/ludwigsburg/art1188801,1968648

http://www.swp.de/bietigheim/lokales/ludwigsburg/art1188801,1968551

http://www.swp.de/ulm/nachrichten/kultur/Barocker-Puppentanz-im-Schlosstheater;art4308,1032377

http://www.neumarkter-konzertfreunde.de/sites/default/files/presse/nuernbnachr_101022.pdf

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Von Krummhörnern und Tierdarmsaiten

Über die Historische Aufführungspraxis

von Christoph Kolossa

Am Donnerstag werden Chor und Orchester der Schlossfestspiele unter der Leitung von Reinhard Goebel Musik von Jommelli & Händel spielen. Beide Komponisten lebten im 18. Jahrhundert und komponierten ihre Werke der Zeit entsprechend. Das Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele ist deshalb ganz nach der Devise der so genannten Historischen Aufführungspraxis besetzt. Aber was verbirgt sich hinter diesem Begriff eigentlich? Zur Orientierung gibt es hier ein paar Fakten:

Die Historische Aufführungspraxis

© Reiner Pfisterer

© Reiner Pfisterer

Die Historische Aufführungspraxis verfolgt das Ziel, die Musik entsprechend den Gepflogenheiten der jeweiligen Zeit originalgetreu wiederzugeben. Das bedeutet, dass sich sowohl die Instrumente, als auch die Spielweise und die Interpretation an den Voraussetzungen des 17. und 18. Jahrhunderts orientieren. Diese Art der Aufführung entwickelte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Barockmusik eine Wiederbelebung erfuhr und gleichzeitig der Wunsch aufkam, diese Musik unter den zeitgebundenen Voraussetzungen zu spielen. Keine zweihundert Jahre vorher hatte die Mannheimer Schule nicht nur Reformen im Hinblick auf die Komposition in Gang gesetzt, sondern auch auf dem Gebiet des Instrumentenbaus und der konkreten Aufführungspraxis für Neuerungen gesorgt. Auf diesem Boden wuchs schließlich das Orchester des 18. und 19. Jahrhunderts, dessen Aufführungsweise auch auf Werke des Barock angewendet wurde. Mittlerweile wird zunehmend nicht nur die Alte Musik nach ihren zeitgenössischen Maßstäben gespielt, sondern auch Werke der Klassik und der Romantik, die wiederum einige Besonderheiten in der Instrumentierung und der Orchesterbesetzung beinhalten.

Unter den folgenden Gesichtspunkten variiert die Historische Aufführungspraxis von der allgemein gängigen Konzertierweise:

Das Orchester

Das Orchester, wie wir es heute aus den Konzertsälen kennen, ist eine moderne Erfindung und hat sich erst im Laufe des 19. Jahrhundert herausgebildet. Die damals dominierende musikalische Ästhetik der Romantik wirkte sich vor allem auf die Größe des Orchesters aus: Die Zuhörer sollten überwältigt werden, wozu eine höhere Lautstärke vonnöten war. Das war aber wiederum nur durch die Erweiterung der Stimmgruppen zu erreichen. Nicht nur der Umfang, auch die Zusammensetzung des Orchesters hatte sich im 19. Jahrhundert geändert. Der Konzertabend etablierte sich als gesellschaftliches Ereignis, damit einhergehend verfestigte sich auch ein bestimmter Orchesterklang, den das Publikum erwartete. Damit ging eine Festlegung einiger Instrumentengruppen einher. Meist besteht ein solches »Standard-Orchester« auch heute noch aus den Streichergruppen (Erste und Zweite Geige, Bratsche, Cello, Kontrabass), den Holz- (Flöte, Klarinette, Oboe, Fagott) und Blechbläsern (Trompete, Posaune, Horn, Tuba), sowie dem Schlagwerk. Vor dem 19. Jahrhundert waren die Orchester viel weniger einheitlich und zugleich deutlich kleiner. So gab es je nach Werk eine andere Besetzung, die auch nur aus Solisten bestehen konnte. Ähnliches gilt für den Chor, bei dem oft nur ein oder zwei Sänger ein Stimmfach belegten. Während ein Orchester heutzutage von einem Dirigenten geleitet wird, übernahmen in früherer Zeit die Konzertmeister die Führung der Orchester – oft nicht die Erste Geige, sondern der Cembalist. Außerdem gab es keine festgelegte Platzierung der einzelnen Instrumentalisten oder Sänger.

© Reiner Pfisterer

© Reiner Pfisterer

Die Instrumente

Nicht nur die Orchesterbesetzung, auch die einzelnen Instrumente haben sich im Lauf der Zeit verändert. Manche verschwanden sogar nach und nach aus den Konzertsälen. Zu diesen Instrumenten zählen etwa Gamben, Zinken und Krummhörner. Auch die heute noch üblichen Orchesterinstrumente haben ihre Gestalt und ihren Klang stark gewandelt. Geigen etwa hatten meist unterschiedlich lange Seiten, die zudem eher willkürlich gespannt wurden, sodass jede Geige andere Klänge produziert hatte. Für alle Streichinstrumente alten Typs gilt übrigens, dass ihre Seiten einen Kern aus Tierdärmen und nicht wie heute aus Kunststoff oder Metall besaßen. Auch Blasinstrumente wie das Horn oder die Trompete waren anders gebaut, es fehlten etwa Ventile, die es ermöglichen neben den Naturtönen auch weitere beliebige Halbtöne zu spielen. All diese Änderungen sind darauf zurückzuführen, dass vor allem die Lautstärke erhöht und der Klang vereinheitlicht werden sollte. Zugleich galt es, die Haltbarkeit der Instrumente durch neue Materialien zu verlängern. Und außerdem beeinflussten technische Entwicklungen und Erfindungen den Instrumentenbau.

© Reiner Pfisterer

© Reiner Pfisterer

Die Spielweise

Der Kammerton, mit dem Instrumente gestimmt werden, lag im 17. und 18. Jahrhundert deutlich tiefer als in späterer Zeit und war zudem nicht festgelegt – dies geschah erst auf der internationalen Stimmtonkonferenz 1858 in Paris. Gleiches gilt übrigens für Tempi-Angaben und Taktlängen. Genauso frei gingen frühere Komponisten und Musiker mit der Partitur um, in der Verzierungen und Improvisationen praktisch nicht aufgezeichnet wurden. Hier war die Kunst des Sängers bzw. des Instrumentalisten gefragt. Zugleich ist aus heutiger Sicht oft nicht klar, welches Instrument für die Partitur eigentlich vorgesehen war. Auch in der jeweiligen Spieltechnik gibt es Unterschiede zwischen Historischer und Moderner Aufführungspraxis. Speziell die Spieler der barocken Streichinstrumente verzichten in ihrer Spielweise auf das Vibrato, das erst die Mannheimer Schule etabliert hatte. All diese genannten Besonderheiten der Historischen Aufführungspraxis erfordern eine besondere Ausbildung der Instrumentalisten, sogar mit eigenen Studiengängen.

Auch das Konzert »Jommelli & Händel« orientiert sich an den Anforderungen der Historischen Aufführungspraxis. Mit Reinhard Goebel dirigiert ein wahrer Kenner der Alten Musik die Ensembles der Schlossfestspiele, deren ausgewählte Mitglieder sich auf die barocke Spielweise verstehen. Gleiches gilt für die Solisten. Einer Aufführung a là baroque steht also nichts im Wege!

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Igor Levit

von Christoph Kolossa

Igor Levit © Felix Broede

Igor Levit © Felix Broede

»Er ist einer der kommenden Klavier-Stars«, findet die Süddeutsche Zeitung. »Wo er spielt, hinterlässt er Verblüffte«, behauptet DIE ZEIT und die Frankfurter Allgemeine Zeitung bringt es schließlich auf den Punkt: »Dieser junge Mann hat nicht nur das Zeug, einer der großen Pianisten dieses Jahrhunderts zu werden. Er ist es schon«. So viel Lob macht neugierig auf einen Musiker, der dieses Jahr nach einem Konzert 2012 zum zweiten Mal bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen zu hören ist: Igor Levit. Der Pianist gibt in dieser Saison gleich zwei Konzerte in Ludwigsburg.

Dafür, dass ihn die Kritiker dermaßen loben, ist es bis auf seine – zugegeben – zahlreichen Konzerte recht still um den Nachwuchs-Pianisten, der offensichtlich vor allem durch seine Musik sprechen will. Dabei hat der 26-Jährige eine interessante Biografie, die sicher Einiges über sein Talent erzählt.

1987 wird Igor Levit im russischen Nishni Nowgorod geboren. Seit seinem 4. Lebensjahr spielt er Klavier, drei Jahre später folgt sein Debüt mit dem Sinfonieorchester seiner Heimatstadt. Obwohl er dort für ziemliches Aufsehen sorgt, immigriert die Familie kurz darauf nach Deutschland. Als Hochbegabter kommt er an die Musikhochschule in Hannover. In der Folge gewinnt er einige Nachwuchspreise, darunter gleich vier Preise beim Internationalen Arthur Rubinstein Wettbewerb in Tel Aviv 2005. Erst vor kurzem ist er zum BBC New Generation Artist ernannt worden und ist 2013 Artist in Residence beim Heidelberger Frühling.

Man sieht ihn nie in Talkshows, Champagner ist nicht seine Sache, wie er in einem Interview gesteht. Überhaupt ist ihm der größer werdende Ruhm nicht zu Kopf gestiegen: »Ich kann letztendlich nicht mehr machen, als mich gut vorzubereiten und alles zu geben. Am Ende zählt die Leistung am Instrument«. So lakonisch antwortet Igor Levit auf das Lob, das ihm von allen Seiten entgegen kommt. Damit weicht er auf angenehme Weise vom Klischee des Starpianisten ab. Bei ihm gibt es kein Brimborium um empfindliche Hände und auch keine groß angelegte Gesichtsgymnastik beim Konzert, die das künstlerische Einfühlungsvermögen auch nicht-musikalisch verdeutlichen soll. Tatsächlich geht es, so banal das klingt, nur um die Musik.

Igor Levit ist ein akribischer Klangkünstler, er zerlegt die Musik in ihre Einzelteile, macht Strukturen offenbar und entlarvt so manches Partituren-Ornament als reinen Effekt. Zugleich hastet er nicht, vom blinden Furor gepackt, durch die Musik, sondern lässt den Noten Zeit, sich zu entwickeln. Dadurch gelingt ihm, was Eleonore Büning in der FAZ beschrieben hat: » Nur sehr gute Pianisten können das so spielen: dass das Klavier, dieses intime Ein-Mann-Privat-Orchester, das gleichwohl große Säle füllt, in seiner strukturellen Einsamkeit die Allgemeinheit touchiert«.

Wir sind gespannt.

Quellen und weitere Informationen:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/igor-levit-beim-klavier-festival-ruhr-jeder-spielt-fuer-sich-allein-12174678.html

http://www.zeit.de/2012/20/Pianist-Igor-Levit

http://www.sueddeutsche.de/kultur/pianist-igor-levit-im-konzert-eigenwillige-dialektik-1.1578242

http://www.concerti.de/de/1315/kurz-gefragt-igor-levit-urlaub-wird-ueberbewertet.html

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Schon gehört? Heute: La Ritirata

Jane Birkin, Paco de Lucía, Cecilia Bartoli – große Namen des Festspielprogramms 2013. Doch nicht nur die Stars der Musikszene treten bei uns auf, auch die weniger bekannten Instrumentalisten und Sänger bereichern unser Programm. In unserer Reihe »Schon gehört?« stellen wir diese Künstler vor. 

Am 10. und 12. Mai wird das spanische Ensemble La Ritirata bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen zu Gast sein und Werke von Luigi Boccherini und Wolfgang Amadeus Mozart interpretieren. Hier erzählen sie uns, was es bedeutet, Musiker zu sein.

Josetxu Obregón (Violoncello, Leitung): »Das Cello fasziniert mich bereits seit meinem Kindesalter. In meinem Elternhaus wurde ständig musiziert, und gerade das Cellospiel hat mich magisch angezogen. Ich habe dann zwar später zunächst etwas Vernünftiges studiert, mich dann aber doch noch anders entschieden. Mit einem Musikinstrument sein Geld zu verdienen ist für mich einfach schöner als acht Stunden am Tag auf einen Computerbildschirm zu starren. Das Besondere daran ist, dass man zwar eine Menge opfern muss, aber gleichzeitig ungemein kreativ arbeitet und immer wieder ein neues Kunstwerk schafft. Zugleich bewege ich mich über die gesamte Welt, wo ich nicht nur vielen Menschen begegne, sondern auch die jeweilige regionale Küche, köstlich! Natürlich bleibt aber die Musik das Schönste an meinem Beruf. Im Fall von Boccherinis Konzerten bin ich zum Beispiel immer noch jedes Mal verblüfft über sein Genie. Hätte er nicht in Spanien gelebt, sondern in Deutschland oder Österreich, wäre er heute bestimmt so bekannt wie Haydn, Mozart oder Beethoven. Das ist aber kein Nachteil, schließlich kann man mit Boccherini die Zuhörer immer noch überraschen!«

Josetxu Obregón © Izak Amancio

Josetxu Obregón © Izak Amancio

Enrike Solinís (Gitarre): »Seit ich ein kleiner Junge war, wollte ich Musiker werden. Ich kann mich an keinen anderen Berufswunsch erinnern. Und es hat tatsächlich geklappt! Dadurch habe ich in den vergangenen Jahren viele wunderschöne Momente erlebt, die ich gar nicht alle erzählen kann. Eigentlich gibt es in jedem einzelnen Konzert einen solchen Moment, wenn man die Bühne mit Menschen teilen darf, die ihre tiefsten Gefühle in die Interpretation der Stücke einbringen und das Publikum darauf reagiert. Der zweite Satz von Mozarts Klavierkonzert, das wir hier spielen, birgt viele solcher Momente. Es ist für mich immer wieder ein Wunder, mit welcher Intelligenz und mit welchem Genie Mozart Musik komponiert hat. Er ist ohne Zweifel einer der größten Musiker, der je gelebt hat. Es gibt noch eine Menge Werke, die ich liebend gern interpretieren würde, ganz unabhängig davon, ob ich das dafür notwendige Instrument überhaupt beherrsche oder nicht. Aber glücklicherweise spiele ich außer Gitarre noch Theorbe, Erzlaute und die Vihuela, ein spanisches Zupfinstrument.«

Enrike Solinís © Izak Amancio

Enrike Solinís © Izak Amancio

Miren Zeberio (Violine): »Leidenschaft, Wahrheit und Ehrlichkeit sind die wichtigsten Elemente, die man als Musiker braucht. Das lernt man nicht am Konservatorium. Bei mir war es mein Elternhaus, das mir diese Eigenschaften mit auf den Weg gegeben hat. Mit drei Jahren fing ich an, Violine zu lernen und entschloss mich später, Musik zu studieren. Das war natürlich keine einfache Entscheidung, da ich dafür meine Heimat verlassen musste. Trotzdem bereue ich meine Entscheidung nicht. Musiker zu sein ist zwar alles andere als ein einfacher Beruf, aber es gibt wohl keinen, in dem man flexibler und auch freier arbeiten kann. Außerdem ist es ein tolles Gefühl, wenn man genau das tun kann, was man möchte und noch dazu anderen Menschen eine Freude bereiten kann. Es mag wohl Leute geben, die Kunst für eine schöne Nebensache halten. Für mich ist die Musik ein Lebensmittel, dass wir genauso brauchen wie die Luft zum Atmen.«

Miren Zeberio © Izak Amancio

Miren Zeberio © Izak Amancio

Lina Tur Bonet (Violine): »Warum ich Musikerin geworden bin, weiß ich eigentlich gar nicht, es war irgendwie selbstverständlich und schon immer mein größter Wunsch. Das habe ich gemerkt, als ich einmal wegen eines Unfalls zwei Monate nicht musizieren konnte. Eine schreckliche Erfahrung, Musik nicht wie sonst zu spielen, sondern nur »von außen« zu erleben! Ich habe die Musik wie einen Freund vermisst. Das Merkwürdige am Musikerberuf ist die Mischung aus Luxus und Disziplin: Jeder Tag ist anders, man reist durch die ganze Welt, aber gleichzeitig arbeitet man ständig in höchster Konzentration. Musik ist zwar ein großer Bestandteil meines Lebens, trotzdem darf man die Realität nicht vergessen. Das ist unglaublich wichtig für die Interpretation, da erzählt man schließlich etwas über die Welt und was in ihr passiert. Sonst wäre die Musik nur »Mechanik«. Bei unserem Konzert hier versuche ich natürlich, das zu vermeiden. Das fällt mir aber nicht schwer, schließlich gibt es in den Stücken einen starken Bezug zu meiner spanischen Heimat. Boccherinis Musik steckt, obwohl sie manchmal richtig kompliziert sein kann, so voller Schönheit, ein wahrer Genuss!«

Lina Tur Bonet © Izak Amancio

Lina Tur Bonet © Izak Amancio

Daniel Lorenzo (Bratsche): »Mit Musik sein Geld zu verdienen ist wohl die ehrlichste und beste Möglichkeit, die man haben kann. Wer sonst kann eine Gesellschaft feinfühliger machen für das alltägliche Leben, für Gefühle, für Trauer wie für Glück als wir Musiker? Musik ist mein Hobby und meine Leidenschaft. Ich wundere mich noch immer, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe, schließlich hat meine Familie keinen großen Bezug zur Musik. Zuerst habe ich verschiedene Instrumente ausprobiert und mich dann für die Bratsche entschieden. Und irgendwann hatte ich dann mein debüt in der New Yorker Carnegie Hall – ein unvergesslicher Moment. Die Musik hat eine unglaubliche Macht, sie ist ein nicht zu unterschätzende Möglichkeit, mit den unterschiedlichsten Menschen zu kommunizieren, und das ohne Worte. So ist das auch bei Boccherini. Die Quintette, die wir in Tamm spielen, sind meisterhaft komponiert und frisch zugleich. Das hat sich über die Jahrhunderte gehalten. Unglaublich, oder?«

Daniel Lorenzo © Izak Amancio

Daniel Lorenzo © Izak Amancio

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Komponierte Gedanken

Konrad Junghänel über C. P. E. Bachs »Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu«

Morgen Abend dirigiert Konrad Junghänel Chor und Orchester der Schlossfestspiele. Auf dem Programm steht Carl Philipp Emanuel Bachs Oratorium »Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu« – die passende Veranstaltung am Vorabend von Christi Himmelfahrt. Im Gespräch mit dem stellvertretenden Intendanten der Ludwigsburger Schlossfestspiele, Uwe Schmitz-Gielsdorf, erklärt der Spezialist für Alte Musik, was das Besondere am Werk des Bach-Sohnes ist und was die Ludwigsburger Zuschauer erwarten wird.

Konrad Junghänel © Stefan Schweiger

Konrad Junghänel © Stefan Schweiger

 

Uwe Schmitz-Gielsdorf: Lieber Konrad Junghänel, sie waren bereits mehrmals bei uns zu Gast. Mit welchen Gefühlen kehren Sie nun nach Ludwigsburg zurück?

Konrad Junghänel: Mit den immer gleichen: mit positiven Gefühlen. In den vergangenen Jahren habe ich hier wunderbare Aufführungen erlebt und mitgestaltet – und das vor einem tollen, sehr verständigen Publikum. Außerdem habe ich hier wunderbare Arbeitsbedingungen und verstehe mich mit dem gesamten Festspiel-Team außerordentlich gut. Zwar bin ich hier bisher mit meinem Orchester Cantus Cölln aufgetreten und kenne Chor und Orchester der Schlossfestspiele noch nicht, aber ich bin es gewohnt, mit mir unbekannten Ensembles zu arbeiten, was immer eine besonders reizvolle Aufgabe ist und bisher zu sehr guten Ergebnissen geführt hat. Hinzu kommt eine hervorragende Solistenbesetzung. Joanne Lunn, Maximilian Schmitt und Georg Nigl sind hervorragende Sänger. Ich bin also äußerst zuversichtlich, dass unser Konzert in Ludwigsburg ein großer Erfolg wird.

Welche Bedeutung hat Carl Philipp Emanuel Bach als Komponist für Sie?

Ich wollte unbedingt ein Konzert mit seinen Werken dirigieren, da ich seine Musik außerordentlich schätze. Er ist ein ganz besonderer Fall, sozusagen ein Komponist zwischen den Zeiten. Vor ihm steht natürlich Papa Bach, über den wir nicht weiter sprechen müssen, er hat schließlich die ihm gebührende Aufmerksamkeit und Akzeptanz. Um ihn müssen wir uns also keine Sorgen mehr machen. So sieht es auch mit den Komponisten nach C. P. E. Bach aus, etwa bei Mozart. Auch ein regelrechter Popstar unter den Komponisten des 18. Jahrhunderts. Die Zeit dazwischen hat es etwas schwer, wie ich finde, zu Unrecht. Natürlich sind die beiden Komponisten, die ich gerade erwähnt habe, große Genies, wie es sie in unserer abendländischen Geschichte nicht gerade häufig gibt.

Das klingt fast so, als wäre C. P. E. Bach eine Art Bindeglied zwischen seinem Vater und den Komponisten der Wiener Klassik. Ist das so?

KJ: In der Tat. Und das nicht aufgrund seiner Abstammung oder wegen geografischer Überschneidungen. Seine Kompositionsweise und seine Idee von Musik verbindet das Barockzeitalter mit der späteren Klassik. C. P. E. Bachs Werk ist ein besonders gutes Beispiel für die Epoche der Empfindsamkeit und den Sturm und Drang, was besonders in seinen großen Sinfonien unverkennbar ist. Seine Musik bricht die Barockmusik buchstäblich auf und geht ganz neue Richtungen.

Bei uns werden sie das Oratorium »Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu« aufführen. Ist dieses Oratorium eigentlich tatsächlich für die Kirche komponiert worden?

Nein, es ist ein reines Konzert-Oratorium. Diese Entwicklung war aber nicht neu, sie beginnt bereits bei Komponisten wie Georg Friedrich Händel. Ein Oratorium war in der Mitte des 18. Jahrhunderts kein bloßes liturgisches Mittel mehr, sondern ging immer stärker in eine dramatische Richtung, etwa bei Georg Philipp Telemann, aber auch bei C. P. E. Bach. Die Oratorien seines Vaters waren natürlich aus einem viel religiöseren Holz geschnitzt, er war auch als Person ein sehr frommer Mensch, was sich natürlich auch in seiner Musik niedergeschlagen hat. Trotzdem kann man natürlich jedes Oratorium aus dem kirchlichen Kontext lösen und interpretieren.

Wie würden Sie die Grundlage des Oratoriums, also den Text, beschreiben?

Beim Auferstehungs-Oratorium handelt es sich um einen sehr betrachtenden Text, der nicht erzählend vorgeht, wie die Historien- oder Passionsgeschichten bei Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach. C. P. E. Bachs Text ist auch weniger theatral, es gibt bei ihm keine auftretenden Personen, noch nicht einmal Jesus oder Petrus. Auch einen Chor im tragischen Verständnis, bei dem das Volk spricht, gibt es nicht. Das ändert allerdings überhaupt nichts daran, dass gerade die Chorpassagen im Werk wunderschön sind. Es geht bei diesem Werk nicht darum, bloß Handlungen und Meinungen von irgendwelchen Figuren zu präsentieren. Vielmehr werden Gedanken komponiert, Ereignisse und ihre Bedeutung werden reflektiert, betrachtet eben. Das Grandiose daran ist, das C. P. E. Bach eine ebenso betrachtende Musik komponiert hat, die mit dem Text eine perfekte Einheit bildet. Außerdem hat er auf diese Weise etwas Neues geschaffen, nämlich »geistliche Gesänge«. Das weist schon auf die späteren Lieder, wie wir sie aus dem 19. Jahrhundert kennen. C. P. E. Bach ist ein Komponist, dem seine Nachfolger unglaublich viel zu verdanken haben.

Lieber Herr Junghänel, vielen Dank für das Gespräch!

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Ein Programm mit Wiedererkennungswert

Thomas Wördehoff und Uwe Schmitz-Gielsdorf stellen das Programm 2013 im Café Midori vor

Von Christoph Kolossa

Heute ist es soweit: Wenn um 20.00 Uhr Christian Muthspiel den Taktstock in die Hand nimmt, beginnt die diesjährige Saison der Ludwigsburger Schlossfestspiele. Mit mehr als 60 Veranstaltungen von Klassik über Jazz bis Pop ist sicher für jeden etwas dabei. Davon überzeugten die Leiter der Festspiele, Thomas Wördehoff und Uwe Schmitz-Gielsdorf, auch die Besucher des Café Midori, wo am Dienstag zum ersten Mal in diesem Jahr die »Schlossfestspiele im Café« stattfanden.

Im Café Midori sind alle Tische und Barhocker besetzt, als Thomas Wördehoff am frühen Abend die Besucher begrüßt: »Wir wollen, dass sich jeder von Ihnen, der zu uns kommt, in unserem Programm wiedererkennt«. Übergreifendes Thema sind die Verknüpfungen zwischen den einzelnen europäischen Kulturen, die sich in Musik und Tanz niederschlagen: »Wir leben zwar in einer Europäischen Union, aber wir kennen uns untereinander nicht besonders gut«. Die einzelnen Veranstaltungen der Saison 2013 zielen deshalb darauf, Querverbindungen zwischen Franzosen und Deutschen, dem Norden und dem Süden, Einheimischen und Migranten freizulegen: »Glauben Sie mir: Es wird eine aufregende europäische Reise«.

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Mit mehreren Musikbeispielen illustrieren die beiden, was ihre Besucher erwartet. Bei dem Lied »Tres Sirenas«, das beim Konzert »Mediterraneo« von L’Arpeggiata zu hören sein wird, gerät Uwe Schmitz-Gielsdorf ins Schwärmen: »Diese alten Volkslieder werden auf unglaublich moderne, frische Weise von L’Arpeggiata interpretiert, ein Muss! Und noch dazu wird bei Mediterraneo klar, wie eng verwandt die einzelnen Volkslieder untereinander sind«. Unter den staunenden Gesichtern der Café-Besucher erklingt Musik von Roland Neuwirth, dem Erneuerer des Wienerlieds, vom ungarischen Ensemble Muzsikás und von den Norwegern Henning Kraggerud und Bugge Wesseltoft: »Sie hören, wie vertraut uns diese Musik ist, trotz aller Unterschiede«, sagt Uwe Schmitz-Gielsdorf.

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Ähnliches passiert in diesem Jahr mit dem Orchester der Schlossfestspiele, dass von sieben verschiedenen Dirigenten geleitet wird: »Das sind wahre Meister ihres Fachs, die auf ganz individuelle Weise mit unserem Ensemble arbeiten werden. Ich bin selbst total gespannt!«, gibt Thomas Wördehoff zu. Gleiches gilt für die Reihe »Gipsy Time«, die sich der Musik der Sinti und Roma annimmt: »Das sind die eigentlichen Kosmopoliten unter uns«. Was der Intendant damit meint, erklärt das Stück »For Nedim«, das die Geigerin Viktoria Mullova interpretiert: »Die Art, wie sie auf der Violine spielt, ist stark von den Roma inspiriert. Deren Kultur hat sich durch den gesamten europäischen Kontinent gearbeitet und dessen einzelne Kulturen beeinflusst. Die gleiche Spielweise finden sie so auch bei Haydn oder Bartók«. Aha-Reaktionen im Publikum.

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Kern der Schlossfestspiele sind, wie in den Jahren zuvor, die Interpreten: »Wir haben wieder einzigartige Künstler eingeladen, die sich mutig mit den großen Werken der Musik auseinandersetzen«. Zum Beweis lauschen die Zuhörer dem Dieter Ilg Trio, das Richard Wagners »Parsifal« als Inspirationsquelle für seine Jazz-Stücke nutzt, und Cecilia Bartoli, die die Musik des vergessenen Komponisten Agostino Steffani wiederbelebt. Verzückte Gesichter dann bei Gabriela Monteros pianistischer Improvisation zum Volkslied »Ein Männlein steht im Walde«, das sich unter ihren Händen zur Chopin-Fantasie entwickelt: »Es ist einfach erstaunlich, was unsere Interpreten schaffen«. Ganz besonders hebt Thomas Wördehoff das gemeinsame Konzert von Christine Schäfer und Isabelle Faust hervor, die Kurtágs »Kafka-Fragmente« aufführen: »Das werden die beiden exklusiv für die Ludwigsburger Schlossfestspiele musizieren«.

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Nach anderthalb Stunden verabschieden sich Thomas Wördehoff und Uwe Schmitz-Gielsdorf bei den Zuhörern, die sich rege über das Programm unterhalten. Thomas Wördehoff ist sich sicher: »Das wird eine super Saison!«

Wer sich selbst davon überzeugen lassen möchte, der kann heute Abend ab 20.00 Uhr beim Eröffnungskonzert dabei sein. Wir freuen uns auf Sie

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